Carl-Schuch-Ausstellung im Städel - Kopieren
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Fahrt zur Carl-Schuch-Ausstellung im Frankfurter Städel-Museum
Seit mehreren Jahren bietet der Freundeskreis Heppenheim-Le Chesnay seinen Mitgliedern einmal pro Jahr eine Fahrt zu einer Ausstellung von Künstlerinnen und Künstlern mit einem Bezug zu Frankreich. Vorstandsmitglied Bärbel Geisler informiert sich über die entsprechenden Angebote in den Museen unserer Region und wird zumeist in Frankfurt fündig.
So wählte sie diesmal die sehr sehenswerte Ausstellung „Carl Schuch und Frankreich“ im Frankfurter Städel-Museum aus und organisierte die Zugfahrt per Hessenticket.
Am Freitag, den 16. Januar, fanden sich 10 kunstinteressierte Mitglieder ein und erhielten eine fachkundige Führung durch die Ausstellung.
Carl Schuch (1846 – 1903) war ein gebürtiger Wiener aus wohlhabender Familie. Er studierte zunächst kurzzeitig in Wien und ging nach dem Tod seiner Familienmitglieder nach Venedig, wo er ein Atelier einrichtete. Sein Vermögen machte ihn unabhängig von Verkäufen seiner Bilder. Nach sechs Jahren in Venedig siedelte er nach Paris über. Er malte hauptsächlich Stillleben und Landschaftsbilder. Mit vielen Künstlern seiner Zeit stand er in regem Austausch.
So bewunderte er Monet, den er den „Rembrandt des Lichts“ nannte. Carl Schuch war jedoch kein Impressionist. Ausführlich studierte er die Wirkung der Komplementärfarben und er legte keinen Wert auf eine detailgetreue Darstellung. Besonders die Landschaft der „Franche-Comté“, wohin er oft von Paris aus reiste, faszinierte ihn.
Im Städel-Museum werden 70 Gemälde von Carl Schuch Gemälden seiner französischen Zeitgenossen Paul Cézanne, Gustave Courbet, Camille Corot, Edouard Manet und Claude Monet gegenübergestellt. In zahlreichen Stillleben beschäftigte sich Carl Schuch auch mit Lebensmitteln, z.B. Melonen, Spargeln, Äpfeln, Käse, die auch von seinen Künstlerkollegen gemalt wurden.
Die Ausstellung wurde von allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen sehr gelobt. Einige besuchten anschließend noch das Restaurant „Emma Metzler“.
(Text: Franziska Clar-Bergmann, Bilder: Franziska Clar-Bergmann (3), Bärbel Geisler)